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Als die Reise 2008 begann in ein Land, in dem die Gegensätze nicht größer zu sein scheinen, erfüllte mich ein ungeheuerliches Interesse und eine noch größere Unwissenheit darüber, wie Israel wohl zu sein vermag.
Dieser kleine Ausschnitt an Bildern meines Trips in das 3.027 km entfernte Israel gibt lediglich einen kleinen Eindruck wider, wie unterschiedliche Künstler und Street Art Artists den Nahostkonflikt auf künstlerische Art und Weise interpretieren und bewerten.
Die israelische Sperranlage ist eine auf 759 km konzipierte Absperrung zwischen Israel und dem Westjordanland und symbolisiert den Nahostkonflikt zwischen dem heutigen Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten. 490 km stehen bereits. Erklärtes Ziel der Sicherheitsanlage ist es, Israelis vor Terroristen zu schützen. Für die Bewohner der betroffenen Zonen sind die Betonwände jedoch vor allem unübersehbarer Ausdruck einer tragischen Krise. Der größte Teil der Sperranlagen besteht aus einem schwergesicherten Metallzaun mit Stacheldraht. In kleinen Teilen, in der Nähe von Jerusalem, wurde eine bis zu acht Meter hohe Mauer aus Stahlbeton errichtet, auf der zahllose Graffitis gegen das Grau der Mauer kämpfen. Durch das fehlende Mitspracherecht bleibt den Palästinensern nur, ihren Gefühlen auf kahlen Wänden Luft zu machen.
"Es geht uns darum, unser politisches Anliegen auf eine unpolitische Weise zum Ausdruck zu bringen", sagt Faris "Wir wollen die Menschen auf der ganzen Welt erreichen, die sich sonst nicht für den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis interessieren." (Salewski, Christian: „Graffiti gegen das Grau der Mauer“. 2009.)
Die Mauer hat viele berühmte Graffiti-Künstler aus aller Welt angelockt, darunter den Briten Banksy, dessen Graffitis mittlerweile zu einer Touristenattraktion geworden sind.